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FGM_C verstehen - Handlungsempfehlungen für medizinische und psychosoziale Berufe

FGM_C verstehen - Handlungsempfehlungen

Versorgen: Beraten. Begleiten. Bestärken.

Unsere aktuelle Handlungsempfehlung zu weiblicher Genitalverstümmelung bzw. _beschneidung (FGM_C) ist das Ergebnis einer engen Kooperationsarbeit zwischen dem Forschungsprojekt STRONG und der Berliner Koordinierungsstelle gegen FGM_C.

Das Forschungsprojekt STRONG – Stärkung von Krankenhauspersonal in der Versorgung von Migrantinnen. Eine Berliner Fallstudie zu Genitalverstümmelung/-beschneidung (FGM_C) (2023–2026) untersuchte, wie Krankenhauspersonal in der Versorgung und Begleitung von Frauen* und Mädchen* mit FGM_C unterstützt werden kann. Im Rahmen einer partizipativen Feldstudie wurden die Perspektiven von Krankenhauspersonal, Patientinnen, Community-Expertinnen sowie Fachkräften angrenzender Tätigkeitsbereiche zusammengeführt. Entstanden ist ein multiperspektivischer Blick auf die Herausforderungen und Bedarfe im klinischen Alltag. Ziel war es, Handlungssicherheit für Fachkräfte zu stärken und eine bedarfsgerechte, respektvolle Versorgung zu fördern.

Die Erfahrungen aus der Arbeit der Berliner Koordinierungsstelle gegen FGM_C sowie die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt STRONG haben deutlich gemacht, wie viele betroffene Frauen* und Mädchen* mit den Folgen von FGM_C leben, häufig im Verborgenen und oftmals ohne ausreichenden Zugang zu angemessener Unterstützung. Gleichzeitig zeigt sich zunehmend, dass jene Frauen* und Mädchen* bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Ihre Stimmen und Perspektiven bilden eine unverzichtbare Grundlage für die Weiterentwicklung professioneller Unterstützungs- und Versorgungsstrukturen.

Diese Handlungsempfehlung basiert daher nicht nur auf wissenschaftlicher und fachlicher Expertise, sondern vor allem auf den Erfahrungen von FGM_C-überlebenden Frauen* und Mädchen*. Sie sind Expert*innen ihrer eigenen Lebensrealitäten und leisten als Vermittler*innen zwischen Communities, Hilfesystemen und Fachkräften einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Versorgung und Unterstützung.

Ziel dieser Publikation ist es, Fachkräften aus medizinischen, psychosozialen, pädagogischen und weiteren Care-Berufen Orientierung und Handlungssicherheit für einen sensiblen, respektvollen und ressourcenorientierten Umgang mit FGM_C zu bieten. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, Empathie und Wertschätzung können betroffene Frauen* und Mädchen* kompetent beraten, einfühlsam begleitet und nachhaltig gestärkt werden.

Kooperationspartner

Förderung

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidisrkiminierung gefördert.

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